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Fellsattel.org | Das Ratgeberportal für Fellsättel

Neben dem herkömmlichen Baumsattel wird der Fellsattel inzwischen zu einer beliebten Alternative bei Pferd und Reiter. Der frühere “Lückenbüßer” wird heutzutage von vielen als langfristige Lösung verwendet, die bei Mensch und Tier eine enge Bindung fördern. Grund genug, um sich einmal intensiver mit dem Fellsattel auseinander zu setzen.

 

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Was ist ein Fellsattel?

fellsattelBei einem Fellsattel handelt es sich um einen Sattel ohne Baum, welcher aus hochwertigem Lammfell, Baumwollstoff sowie einer Polsterauflage besteht. Generell wird dieser Sattel wie ein Reitkissen ohne Steigbügel verwendet, jedoch ist auch gegen einen gelegentlichen Einsatz der Steigbügel nichts einzuwenden und kann gerade zu Beginn die Eingewöhnung erleichtern.
Mittlerweile wird der Fellsattel ebenso wie der Baumsattel als Hauptsattel verwendet, weshalb auch das Angebot bei den unterschiedlichen Herstellern gestiegen ist. Von namhaften Herstellern wie zum Beispiel Grandeur, Christ oder Eclipse gibt es gleich mehrere unterschiedliche Ausführungen an Fellsätteln. Durch das große Angebot an Modellen lässt sich der Fellsattel optimal an die Bedürfnisse anpassen.

 

 

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Die Funktionsweise eines Fellsattels

Da bei einem Fellsattel ganz auf einen Baum verzichtet wurde, profitieren Pferde und Reiter bei diesem durch eine hohe Bewegungsfreiheit. Es entsteht eine bessere Körperwahrnehmung und gleichzeitig wird auch der Gleichgewichtssinn vom Reiter trainiert.
Die Entscheidung für Fellsättel wird bei vielen Reitern jedoch aufgrund des Reitgefühls getroffen. Denn der spezielle Aufbau erlaubt die Wahrnehmung von der Wärme sowie den Bewegungen des Pferdes. Dadurch entsteht eine intensive Nähe, die die Bindung zum Tier deutlich fördern kann.

Wichtiger Hinweis:

Das Lammfell von einem Fellsattel liegt direkt auf dem Pferderücken auf, weshalb es alleine deshalb schon zu einem therapeutischen Nutzen kommt. So sorgt es für ein natürliches Luftpolster, was insbesondere bei einer druckempfindlichen Haut vorteilhaft ist.

Zudem sorgt es zu jeder Jahreszeit für einen Temperaturausgleich – bei kalten Temperaturen wärmt es den Pferderücken und in der warmen Jahreszeit sorgt es für eine leichte Kühlung. Und nicht zu vergessen ist die Atmungsaktivität sowie die antibakterielle Wirkung von der Lammfellwolle, die dem Fellsattel eine optimale Unterlage bietet.

 

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Der Einsatz eines Fellsattels

Die Einsatzmöglichkeiten eines Fellsattels sind sehr vielfältig. Früher wurde dieser lediglich zu Übergangszwecken genutzt – häufig zum gezielten Muskelaufbau oder auch zum Einreiten von jungen Pferden.

Inzwischen wird diese Sattelart gerne als eine geeignete Alternative verwendet, wenn kein herkömmlicher Baumsattel vorhanden ist. Oder auch der eigentliche Baumsattel in unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Pferdes nicht mehr perfekt sitzt. Dieses kann zum Beispiel dann auftreten, wenn das Pferd oder auch Pony nach einer längeren Krankheitsphase einen Abbau der Muskulatur hatte.

Mit dem Sattel aus Lammfell muss nun nicht extra ein neuer Baumsattel angeschafft werden, welcher dann bei einem verbesserten Trainingszustand des Pferdes wieder unbrauchbar wird. Denn der Fellsattel ist gerade bei der Passform sehr vielfältig und kann in verschiedenen Entwicklungsphasen des Pferdes gleichzeitig genutzt werden.

Zudem werden Fellsättel allgemein gerne zu einem dauerhaften Reitvergnügen genutzt, da viele Reiter die direkte Nähe zum Tier nicht mehr vermissen möchten. Gegen eine regelmäßige Nutzung von dieser Sattelart ist nichts einzuwenden und bei Ausritten können zur besseren Standfestigkeit des Reiters gelegentlich Steigbügel verwendet werden.
Inzwischen kommt diesen Sätteln auch eine große Bedeutung bei der Dressur zu, da die Reitpferde hierdurch selbst leichte Hilfen direkt spüren und dadurch der Trainingseffekt verbessert werden kann. Allerdings ist der Fellsattel derzeit beim Dressur Reiten noch nicht zugelassen, so dass bei den offiziellen Prüfungen der Dressur weiterhin ein Baumsattel verwendet werden muss.

Daher sollte das Training mit beiden Sattelarten durchgeführt werden – andernfalls könnte es bei einer kurzfristigen Sattelumstellung zu Verwirrungen kommen.
Die intensive Wahrnehmung der Bewegungen des Pferdes machen den Einsatz von einem Fellsattel auch für das therapeutische Reiten interessant. Es kommt zu einer Übertragung der Bewegungsreize auf das Becken sowie die Wirbelsäule, so dass Menschen mit zum Beispiel Lähmungen wieder ein Gefühl für ihre Körpermitte bekommen können.
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Für welche Pferderassen ist ein Fellsattel geeignet?

Für den Einsatz eines Fellsattels gibt es keine direkten Einschränkungen, deshalb ist er generell für alle Pferderassen geeignet. Da es Fellsättel in unterschiedlichsten Varianten gibt, kann er auch problemlos bei einem kleinen Pony eingesetzt werden.

Es ist aber dennoch lohnenswert, die verschiedenen Modelle der Hersteller miteinander zu vergleichen. So bieten die Hersteller Christ und Eclipse einen angenähten D-Ring für die Aufhängung der Steigbügel an, während bei zum Beispiel Grandeur die Steigbügel aufgeklettet werden.

Wichtige, allgemeine Hinweise zu Fellästteln schaut ihr euch am besten gleich hier an:

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Gibt es Fellsättel in verschiedenen Größen?

Ja den Fellsattel gibt es in ganz unterschiedlichen Größen.
Am wichtigsten bei der Größenwahl ist die Passform des Sattels für den Reiter. Daher wird diese einerseits nach der Kleidergröße des Reiters und andererseits nach seinen Bedürfnissen an den Sitz gerichtet. So sitzt der eine lieber eng eingerahmt und ein anderer mag die Freiheit beim Sitz.
Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Sitzfläche weder zu groß noch zu klein ausfällt. Ein zu kleiner Sitz kann zu einem unangenehmen Druck für das Pferd führen, während bei einer zu großen Größe hinter dem Schwerpunkt des Pferdes sitzen könnte. Daher ist es empfehlenswert, sich bei der richtigen Größenauswahl ausreichend Zeit zu lassen und nicht alleine die Optik des Fellsattels als Kaufkriterium zu nehmen.

 

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Hersteller und Modelle bei einem Fellsattel

Da der Fellsattel in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, haben sich inzwischen mehrere Hersteller darauf spezialisiert. Zu den gängigsten Herstellern gehören Grandeur, Christ und Eclipse. Daneben haben aber auch Hersteller wie zum Beispiel A&M Reitsport, Engel Reitsport oder HoluHorse vereinzelte Modelle dieser Sattelart in ihrem Angebot.

Bei der Auswahl der Modelle kommt es auf die Wünsche des Reiters sowie auch den jeweiligen Pferdetyp an. Beim Hersteller Christ sind die Premium und PremiumPlus bei der Größenwahl für die Pferde gleich, diese unterscheiden sich vor allem durch die Optik. Bei Iberica Plus sollte die Wahl dagegen sehr auf das Pferd zugeschnitten sein, da die Gurtung hier in verschiedenen Variationen angebracht ist. Beim Iberica Pony oder Shetty ist das Modell selbst bezeichnend für welche Pferderasse dieses geeignet ist.
Die Eclipse Modelle sind besondere Spezialisierungen eines Fellsattels, da sie sich optisch und auch funktional deutlich von anderen Herstellern unterscheiden. Jedes Modell verfügt zum Beispiel über einen Einschub auf der Unterseite, welcher mit den so genannten Memoformeinlagen gefüllt ist. Diese Einlagen erhöhen den Komfort, da sie auf Wärme sowie Druck schnell reagieren.

Bei den Modellen aus dem Hause Grandeur scheiden sich die Geister, da jeder Fellsattel über ein Dreikammer-System verfügt. Hierdurch sitzt der Reiter weiter weg von den Pferden, die Wahrnehmung der Pferdebewegung wird gedämpft. Dieses Sitzgefühl wird von einigen als sehr angenehm empfunden, während anderen das überhaut nicht gefällt.

 

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Ein guter Fellsattel und sein Preis

fellsattel kaufenIm Vergleich zu einem herkömmlichen Sattel ist ein Fellsattel sehr günstig, jedoch sind auch bei diesem Preise unter 300 Euro selten zu finden. Da ein gutes Exemplar mit echtem Lammfell ausgestattet ist, sind die Kosten dabei durchaus gerechtfertigt.
Da es sich bei dieser Sattelart um eine gute Alternative zu einem Baumsattel handelt, sollte nicht der Preis die Kaufentscheidung bestimmen. In der Regel finden sich in der Preisklasse 300-500 Euro sehr hochwertige Fellsättel, welche zudem eine lange Lebensdauer aufweisen.

 

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Worauf beim Kauf eines Fellsattels geachtet werden sollte

Das wichtigste Kaufkriterium für einen Fellsattel stellen die Bedürfnisse des Reiters dar. Denn wenn dieser sich unwohl fühlt und immer wieder seine Sitzposition korrigieren muss, wirkt sich dieses gleichermaßen auf das Wohlbefinden des Pferdes aus. In aller Ruhe sollten mehrere Modelle ausgetestet werden, um den persönlichen Favoriten zu finden.

fellsattel kaufenDer Fellsattel sollte natürlich auch optimal zum Pferd passen. Hierfür muss er nicht nur einen Sattler angepasst werden, da dieser durch den fehlenden Baum auf nahezu jeden Pferderücken passt.
Für den guten Sitz von einem Fellsattel spielt die Gurtung eine wichtige Rolle.

Rundliche Pferde profitieren von einem senkrecht nach unten verlaufenden Gurt, da dieser weiter vorne in der Nähe vom Widerrist beginnt. Bei einem stark ausgeprägten Widerrist des Pferdes sollte dagegen ein Fellsattel gewählt werden, bei welchem der Gurt mittig beginnt und dann in die Richtung der Ellenbogen verläuft.

Einige Hersteller bieten auch Modelle an, bei welchen der Sattelgurt variabel befestigt werden kann. Dadurch lässt sich ein solcher Sattel auch für mehrere Pferde gleichzeitig verwenden.
Wer beim Reiten mit einem Fellsattel häufig Steigbügel verwenden möchte, der sollte diesen Aspekt unbedingt bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen.

Die verschiedenen Sattel-Modelle bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Aufhängung der Steigbügel an. Die Variante zum Aufkletten der Steigbügel ist für eine ständige Nutzung eine unglückliche Wahl, da es sich um keinen dauerhaft sicheren Halt der Steigbügel handelt. Besser dagegen sind die Aufhängung für Steigbügel, wenn ein D-Ring fest an den Fellsattel angenäht wurde.

 

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Zubehör für den Fellsattel

Für den Einsatz eines Fellsattels wird ein Sattelgurt benötigt. In der Regel passt zu den meisten Modellen der ganz gewöhnliche englische Sattelgurt, wobei dessen Länge abhängig vom jeweiligen Modell sowie vom Reitpferd ist.
Zum Berechnen der Länge vom Sattelgurt kann folgende Formel verwendet werden: Bauchumfang des Pferdes minus Sattelblattlänge mal 2 minus 20cm.
Für den Fellsattel sind Steigbügel ein geeignetes Zubehör, wenn diese von Zeit zu Zeit eingesetzt werden sollen. Die Steigbügelriemen sind in der Regel wesentlich kürzer zu wählen, als bei einem herkömmlichen Baumsattel. Wenn diese durch einen festen Ring am Sattel angebracht werden, sollten unbedingt Sicherheitssteigbügel gewählt werden.

Der dauerhafte Einsatz der Steigbügel sollte bei einem gewöhnlichen Fellsattel allerdings überdacht werden, da dieser keine Druckverteilung ermöglicht. Es kann jedoch durch eine entsprechende Polsterung der Fellsättel nachgeholfen werden – hier muss ausgetestet werden, ob die zusätzliche Polsterung das Reitgefühl vom Fellsattel beeinträchtigt. Alternativ könnte diese Polsterung nur bei Verwendung der Steigbügel zum Zuge kommen und ohne die Steigbügel auch die Polsterung entnommen werden.

Als Zubehör für einige Ausführungen vom Fellsattel wird ein Kopfeisen angeboten. Dessen Einsatz sollte bei der Verwendung eines solchen Sattels aber genau überlegt werden, da durch den fehlenden Baum auch keine Druckverteilung vom Kopfeisen möglich ist. Zudem widerspricht das Kopfeisen auch dem besonderen Vorteil der Bewegungsfreiheit – das Reitpferd wird hierdurch deutlich eingeschränkt.

Zusätzliche Sattelunterlagen werden ebenfalls oft als Zubehör für den Fellsattel angeboten. Diese haben im Normalfall keinen großen Nutzen für diese Sattelart. Stattdessen wird der therapeutische Zweck vom Lammfell für das Reitpferd verhindert, da dieses durch eine Sattelunterlage nicht mehr in Berührung mit dem Pferderücken kommt.

 

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Die Vor- und Nachteile eines Fellsattels für Pferde

Fellsättel bieten gegenüber den gewöhnlichen Baumsätteln einige Vorteile, weist allerdings auch ein paar Nachteile auf. Um die eigene Kaufentscheidung für oder gegen einen Fellsattel zu vereinfachen, sind Vor- und Nachteile in der folgenden Tabelle noch einmal zusammen gefasst.

Ein umfangreiches Video zum Thema könnt ihr euch direkt hier ansehen:

VorteileNachteile
Verbessertes Sitzgefühl Im Dressur Reiten noch nicht zugelassen
Hohe Bewegungsfreiheit Ungeeignet bei Reitanfängern
Verbessert die Balance beim Reiten Keine punktuelle Druckverteilung
Passt sich an den Pferderücken an Bei längeren Ritten unbedingt auf Gewichts- und Druckverteilung achten
Optimal für das Dressur-Training
Ideal zum Einreiten von Jungpferden
Günstige Anschaffungskosten im Vergleich zum Baumsattel
Fördert Vertrauen und Nähe
Lammfell hat therapeutische Wirkung
Kein Sattler zum Anpassen nötig

 

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Fazit zum Fellsattel

fellsattel steigbügelOb ein Fellsattel die richtige Kaufentscheidung ist, hängt ganz von den eigenen Bedürfnissen ab. Sehr wichtig ist die Frage, ob der Trainingszustand von beiden Reitpartnern die Verwendung zulässt. Es sollte bereits ein gewisser Grad an Reitkünsten vorhanden sein, damit die Vorzüge zur Geltung kommen können.

Der Fellsattel punktet sowohl bei einem Pferd als auch einem Pony mit zahlreichen Vorzügen und bietet durch die große Auswahl an Modellen für jeden Geschmack die richtige Variante. Da die Bedürfnisse so unterschiedlich sind, lässt sich keine allgemeine Empfehlung für ein bestimmtes Modell geben.
Wer bisher nur an das Reiten mit einem normalen Baumsattel gewöhnt war, der kann zur Eingewöhnungsphase weiterhin punktuell Steigbügel verwenden.

Viele verzichten jedoch bereits nach kurzer Zeit auf den Einsatz von Steigbügeln, da sie diese beim Reiten mit Fellsätteln als störend empfinden. Und mit ein wenig Übung sind alle drei Gangarten des Pferdes auch ohne Steigbügel problemlos zu reiten – dadurch wird das Training der Balance weiter erhöht.

 

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Fellsättel und Zubehör aller Marken und Hersteller im großen Vergleich
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